Duschkabinen: Welche Arten gibt es?

Die Wahl der passenden Duschkabine spielt für die Gestaltung und das Aussehen deines Traumbads eine große Rolle. Allerdings solltest du bei deiner Entscheidung nicht nur auf deine persönlichen Vorlieben und Vorstellungen achten – oft sind es die Raumgegebenheiten, die über die Art der Duschkabine entscheiden. Wir helfen dir, deine perfekte Duschkabine auszusuchen!

Erster Tipp: Ziehe von Anfang an einen maßstabsgetreuen Grundriss deines Badezimmers zurate. So kannst du deine Suche in Bezug auf die Platzierung, Form und Bauweise der Duschkabine direkt gezielt eingrenzen. Damit dir die Auswahl noch leichter fällt, stellen wir dir im Folgenden die unterschiedlichen Arten von Duschkabinen einmal vor und beleuchten die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Was ist unter einer Duschkabine eigentlich genau zu verstehen?

Ihre Hauptfunktion ist schnell beschrieben: Duschkabinen halten Spritzwasser davon ab, sich im Badezimmer zu verbreiten – das Wasser bleibt dort, wo es soll, in der Dusche. Auf diese Weise kannst du dein Bad gar nicht erst unter Wasser setzen. Handelsübliche Vorhänge oder Rollos für die Dusche übernehmen eine ähnliche Funktion, allerdings sind sie deutlich kurzlebiger und schwieriger zu reinigen. Duschkabinen hingegen sind optisch ansprechend, robust, hygienisch und langlebig.

Die verschiedenen Duschkabinen im Überblick

Am schnellsten findest du ein passendes Modell, wenn du die Frage, wo sich die Dusche in deinem Badezimmer befinden soll, beantwortest. Ausgehend von deiner Antwort kannst du dich dann auf die gezielte Suche machen.

Duschkabinen für Eckduschen

Bei dieser Variante ist die Armatur der Dusche von zwei Seiten mit Wänden umgeben. Dabei werden die Kabinentüren im rechten Winkel angebracht, wodurch ein quadratischer oder rechteckiger Duschraum entsteht.

Neben dem Eckeinstieg kannst du auch zwischen Rundeinstieg oder Fünfeck-Einstieg wählen. Welche der Varianten du dabei wählst, hängt auch hier von den Raumgegebenheiten und deinen optischen Vorlieben ab.

Kabinen für die Duschnische

Diese unterscheiden sich zu anderen Kabinenarten vor allem in der Art der Montage. Drei Wände umgeben hierbei die Nische, in der du duschst. Die Kabine wird also durch die umgebenden Mauern gebildet. Eine einzelne Duschtür verhindert bei dieser Variante, dass Spritzwasser ausweichen kann. Duschnischen findest du häufig in neuen und modernen Wohnungen und Häusern wieder, da sie als stilvoller Akzent für das Bad dienen.

Ein weiterer Vorteil dieser Duschkabinenart: Da du nur eine Tür für deine Dusche benötigst, kann der Preis für eine passende Kabine sehr kostengünstig ausfallen.

Duschkabinen für begehbare Duschen

Diese sind ebenerdig, was bedeutet, dass du nicht erst in den Duschraum „steigen“ musst. Passende Duschkabinenmodelle gibt es z. B. für begehbare Eckduschen oder Raumduschen. Sogenannte „Walk-in“ Duschen sind nicht nur leicht begehbar; sie haben auch keine Tür, die du öffnen musst, um zur Dusche zu gelangen.

Dadurch kann dein Bad gleich ganz anders wirken, da du optisch an Raum gewinnst. Begehbare Duschen eignen sich zudem gut für Senioren und behinderte Personen, da sie barrierefrei sind und keine Hindernisse wie Erhöhungen oder Stufen überwunden werden müssen.

U-Form-Duschkabinen

Diese Kabinenform solltest du wählen, wenn in deinem Bad keine ebenerdige Fläche zum Duschen vorhanden ist oder du Spritzwasser unbedingt vermeiden möchtest. U-Form-Duschkabinen sind nämlich vollkommen wasserdicht.

Wenn du dich für die U-Form entscheidest, solltest du anfallende Materialkosten berücksichtigen. Rechne mit eher hohen Preisen und lege dir für die Kabine deiner Wahl ein wenig Geld zur Seite.

Duschkabinen für die Badewanne

Vor allem in kleinen Wohnungen werden oft Badewanne und Dusche kombiniert, um Platz zu sparen. Die Kabine wird dann auf dem Badewannenrand befestigt. Du kannst dich dabei zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden:

  • Soll es eine Kabine mit einer Seitenwand sein, die du auf die Badewanne aufsetzen kannst?
  • Wie wäre es mit einer Eckwand, die dein Duschbad in einem rechten Winkel optisch vom Rest des Badezimmers abtrennt?
  • Oder doch lieber eine kürzere Seitenwand als Abtrennung, damit dein Badezimmer optisch nicht zu klein wirkt?

Weitere Aspekte, die du bei der Duschkabinenwahl beachten solltest

Neben der Art und der Form deiner Kabine, beeinflussen Türarten, Duschwanne und Material nicht nur das Aussehen, sondern auch den Preis. Verschaffe dir einen Überblick zu den verschiedenen Möglichkeiten und suche die für dich passende Lösung aus:

Wie willst du deine Dusche öffnen?

Die folgenden Türen und deren Öffnungsweise haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Vielleicht findest du darunter eine Variante, die perfekt zu deinem Bad passt?

  • Schiebetüren: Diese sind weitverbreitet und benötigen zur Nutzung keinerlei Platz. Damit sind sie ideal für kleine Badezimmer. Der einzige Nachteil besteht in der geringen Einstiegsbreite und der manchmal schwierigen Reinigung.
  • Dreh- und Klapptüren: Benötigen deutlich mehr Platz als Schiebetüren, da du diese Türen nach außen öffnen musst – sie ragen also in dein Badezimmer hinein. Wasser, das von den Türen tropft, landet schnell auf dem Boden. Dafür ist der Einstiegsbereich aber deutlich breiter und macht den Duscheintritt angenehmer.
  • Pendeltüren: Diese Türen lassen sich nach außen und nach innen öffnen und ermöglichen dir eine ähnliche Einstiegsbreite wie bei der Dreh- und Klapptür. Allerdings gelangt auch durch die Pendeltür Spritzwasser von der Tür auf den Badezimmerboden.
  • Falt- und Klapptüren: Sie eignen sich wunderbar für kleine Badezimmer, denn sie sind sehr platzsparend. Dieses Platzsparwunder hat aber leider einen Nachteil: Beim Öffnen und Schließen musst du dich unter Umständen schmal(er) machen.

Aus welchen Materialien besteht eine Duschkabine?

Hier ist die Entscheidung nicht ganz so vielfältig. Du kannst zwischen Glas oder Kunststoff entscheiden:

  • Glas: Kabinen aus Glas sind teuer und sehr schwer. Ihr Vorteil gegenüber Kunststoffkabinen: Sie lassen sich deutlich leichter reinigen und Kratzer entstehen selten. Kabinen aus Glas wirken oft elegant, da Echtglas von sich aus sehr stabil ist und keinen Rahmen benötigt, um stehend montiert zu werden. Glas bereitet dir Sorgen in Bezug auf die Sicherheit? Dann kannst du aufatmen, denn Glas-Duschkabinen bestehen aus Sicherheitsglas, weshalb dir beim Duschen nichts passieren kann.
  • Kunststoff: Kunststoff-Duschkabinen bestehen aus Acrylglas. Sie sind damit deutlich günstiger als die vorher genannte Glasvariante. Ihr Gewicht fällt dabei auch deutlich geringer aus, dennoch haben sie einen Nachteil: Chemikalien, die oft in Reinigungsmitteln vorkommen, halten sie in der Regel kaum stand. Da Kunststoff weicher ist als Glas, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Laufe der Zeit Kratzer aufweisen. Viele Kunststoffduschkabinen haben außerdem einen Rahmen, weil sie bei weitem nicht so stabil sind wie Glaskabinen.

Duschwanne: Bodengleich oder mit Erhöhung?

Auch wenn die Duschkabine ein wichtiger Bestandteil einer Dusche ist, kommt dem Boden, auf dem sie steht, eine ebenso große Bedeutung zu. Vergiss deshalb nicht, die Duschwanne in deine Überlegungen miteinzubeziehen. Dabei hast du die Wahl zwischen Kabinen mit erhöhter Duschwanne oder bodengleicher Duschtasse. Die erste Variante findest du heute noch in vielen älteren Badezimmern vor. Der Einbau einer ebenerdigen Duschtasse ist natürlich aufwendiger – aber die Nutzung dafür deutlich angenehmer.

Hast du die passende Duschkabine für dich gefunden?

Bei der Wahl der Duschkabine gibt es viele Dinge, auf die du achten musst. Wenn du dich mit all den genannten Details beschäftigst und eine für dich passende Lösung findest, hast du nicht nur die Form und den Preis deiner Kabine ermittelt – du kannst dich von nun an auf ein weiteres Highlight in deinem Traumbad freuen.

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