Aufmaß für Duschkabinen: So gehst du beim Ausmessen vor

Das Aufmaß – der Graus für alle Bauherren. Dabei ist es gar nicht schwer, das Aufmaß für eine Dusche zu nehmen. Du musst nur wissen, wie man dabei richtig vorgeht. Was aber auf jeden Fall unabdinglich ist: Auf das Aufmaß solltest du in keinem Fall verzichten – schließlich willst du die perfekte Duschkabine für dein Traumbad aussuchen und bestellen. Wir zeigen dir, worauf du dabei achten musst!

Zuerst möchten wir dir die Angst nehmen: Wenn du die Messungen vornimmst, dabei konzentriert arbeitest und Schritt für Schritt vorgehst, solltest du diese Herausforderung leicht meistern können. Im Folgenden erklären wir dir, welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst und an welche Schritte du dich bei der Umsetzung halten solltest.

Aufmaß: Diese Voraussetzungen solltest du beachten

Folgende Voraussetzungen sind zu beachten, wenn du das Aufmaß selbst erstellen willst: Die Fliesenarbeiten sollten abgeschlossen und die Duschwanne fertig eingebaut sein. Falls du eine alte Duschkabine gegen eine neue austauschen willst, musst du erstere demontieren.

Das Aufmaß, dass du erstellst, bildet die Basis für die Angebots- und Lösungserstellung der Handwerker, die du beauftragen willst oder für die Auswahl eines Produkts, dass du selbst aufmisst und bestellst.

Schritt für Schritt das Aufmaß erstellen

Kleiner Tipp zu Beginn: Achte beim Ausmessen und bei der späteren Bestellung darauf, dass du immer die realen Maße angibst – Abzüge verfälschen das Ergebnis und machen dir oder den Handwerkern die Montage der Duschkabine unnötig schwer.

Schritt 1: Bestimme die Einbauart deiner (zukünftigen) Duschkabine

Grundsätzlich wird zwischen zwei Montagearten unterschieden: Entweder die Duschkabine wird auf die Duschwanne oder direkt auf die Bodenfliese – das kommt oft bei bodengleichen Duschen vor – montiert.

Wieso diese Festlegung vorab so wichtig ist? Bei einer Duschkabine, die auf die Bodenfliesen montiert wird, entspricht das Maß, das du angibst, auch dem Maß der Kabine.

Wenn die Duschkabine deiner Wahl auf eine Duschwanne montiert wird, muss das sogenannte Einrückmaß mitberücksichtigt werden. Die Kabine wird in diesem Fall einige Zentimeter kleiner sein als die Duschwanne. Auf diese Weise wird bei dieser Montageart für einen dichten Abschluss auf der Duschwanne gesorgt.

Schritt 2: Messe die Dusche aus

Für eine Duschkabine einer bodengleichen Dusche musst du den Nassbereich messen. Das ist der Bereich, auf dem deine Kabine später stehen soll.

Die Duschkabine soll auf die Duschwanne montiert werden? Hier gilt es, das Wanneneinbaumaß zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich um das Maß von Duschwannenaußenkante bis zur Wandfliese.

Schritt 3: Lege den Türanschlag fest

Die Duschkabinentür deiner Wahl gibt es mit Rechts- oder Linksanschlag. Achte auf die Position der Türbänder in Öffnungsrichtung der Tür. Falls diese auf der linken Seite liegen, handelt es sich dabei um eine links angeschlagene Tür. Liegen die Türbänder auf der rechten Seite, spricht man von einer rechts angeschlagenen Duschtür.

Schritt 4: Bestimme die Höhe

Die Standardhöhe für eine Duschkabine liegt zwischen 185 cm und 200 cm. Die jeweilige Einbausituation und deine Körpergröße machen vielleicht Sonderhöhen erforderlich.

Aufmaß für deine Duschkabine: Sonderfälle

Die Einbausituation kann von Bad zu Bad unterschiedlich sein. Was tust du also, wenn deine Duschkabine nicht rechteckig, sondern rund ist? In diesem Fall spielt der Radius deiner Rund-, Viertelkreis- oder Halbkreis-Dusche eine wichtige Rolle. Um diesen zu ermitteln, legst du zwei Maßbänder an die Schenkel des Radius. Im Anschluss misst du den diagonalen Abstand zwischen der Außenkante der Duschwanne und den überkreuzten Maßbändern. Dieses Maß multiplizierst du mit dem Wert 2,41. Das Ergebnis ist der Radius deiner Runddusche.

Was gilt es bei Dachschrägen oder schrägen Wänden zu beachten? Für diese Szenarien gibt es ebenfalls passende Duschkabinen. Das Ausmessen und das Planen sind aufgrund der Gegebenheiten eine besondere Herausforderung. Bei einer Dachschräge oder schrägen Wand musst du den Winkel bestimmen, um den sich der tiefste und höchste Punkt unterscheiden. Hole dir in diesem Fall unbedingt Unterstützung, wenn dir das Aufmaß Schwierigkeiten bereitet.

Weitere Tipps für das Ausmessen

Die folgenden praktischen Hinweise helfen dir dabei, weitere Fehlerquellen, die beim Erstellen des Aufmaßes auftreten können, zu vermeiden:

  • Du hast die Duschkabine eines bestimmten Herstellers ins Auge gefasst? Dann informiere dich vorab, ob der Hersteller auch für die von dir gewünschte Duschkabinenart ein Aufmaßblatt zur Verfügung stellt – mithilfe dieses Dokuments kannst du sichergehen, dass dein Wunschmodell auch wirklich in dein Badezimmer passt.
  • Bleibe beim Ausmessen geduldig und nimm dir Zeit für eine Nachmessung – so gehst du sicher, dass deine Messergebnisse wirklich stimmen.
  • Überprüfe deine Messwerkzeuge und stelle sicher, dass diese auch wirklich gut und richtig funktionieren.
  • Bei einer Nischendusche musst du darauf achten, dass du die Wandöffnung in der Breite oben, mittig und unten misst. Wenn diese Maße voneinander abweichen, kannst du dir sicher sein, dass eine Wand nicht waagerecht steht.
  • Mit einer besonders langen Wasserwaage überprüfst du, ob zueinander parallellaufende Wände schräg sind.
  • Auch bei einer Eckdusche solltest du mithilfe einer ausreichend langen Wasserwaage sicherstellen, ob du es mit „bauchigen“ Wänden zu tun hast oder nicht.
  • Achte bei einer bodengleichen Dusche nicht nur auf „bauchige“ Wände, sondern auch auf einen waagerechten Boden.

Aufmaß der Duschkabine erfolgreich erstellt?

Dann steht der Wahl deiner Traumduschkabine oder der Bestellung einer Sonderanfertigung nichts mehr im Weg. Außerdem bist du deinem Traum vom Bad einen Schritt nähergekommen – Glückwunsch!

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