Nachhaltigkeit im Badezimmer: Was kannst du tun, damit dein Bad nachhaltig ist?

Bäder sollen in der Regel groß, stylish, hochwertig und luxuriös sein. Ausgewählte Marken, Materialien und Utensilien kennzeichnen den Look deines Badezimmers und auch immer öfter kommt es auf den Komfort an, den dir dein Bad z. B. durch smarte Anwendungen bietet. Aber was kannst du tun, wenn du nicht nur auf das Aussehen und die Bequemlichkeit achten möchtest, sondern auch auf die Nachhaltigkeit?  

Um dein Badezimmer nachhaltig zu machen, hast du viele verschiedene Möglichkeiten. Dabei ist es egal, ob du dein Badezimmer komplett neu und nachhaltig bauen oder dein bereits vorhandenes Bad einfach nachhaltiger gestalten möchtest – jeder noch so kleine Beitrag zahlt sich aus und schützt die Umwelt. 

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Badezimmer? 

Nachhaltigkeit bedeutet, ökologisch und ökonomisch so zu handeln, dass zukünftige Generationen vergleichbare oder sogar bessere Lebensbedingungen haben. Egal, ob du dein Badezimmer neu baust, renovierst oder es dir lediglich um die Einrichtung geht - die erste Faustregel, die du dir auf dem Weg zum nachhaltigen Bad merken kannst, ist ganz einfach: Halte alles so einfach wie möglich, denn je kleiner und einfacher dein Badezimmer gestaltet ist, desto weniger Ressourcen werden für den Bau und die anschließende Nutzung verbraucht.  

Nachhaltige Materialien sind nicht alles 

Jetzt fragst du dich sicherlich als erstes, auf welche Materialien du mit einem guten Gewissen zurückgreifen kannst, um dein Badezimmer nachhaltig zu gestalten. Hier kannst du neben Holz aus regionalen Wäldern auch auf Fliesen und Putz aus Kalk oder Lehm setzen. Diese Baustoffe sind nicht nur natürlich, sondern bieten dir zusätzlich einen positiven Nebeneffekt: Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Diese Eigenschaft wirkt sich besonders gut auf dein Raumklima aus und beugt Schimmelproblemen im Badezimmer vor. 

Aber Achtung! Nachhaltigkeit betrifft nicht einzig und allein die Materialien, aus denen deine Produkte bestehen. Wichtige Faktoren für ein nachhaltiges Produkt sind unter anderem auch der Herstellungsort, die Herstellungsprozesse, die Lieferwege und vieles mehr. Um sicher zu sein, dass deine Produkte auch wirklich nachhaltig sind bzw. die Hersteller sich für die Umwelt einsetzen, kannst du bei deinen Recherchen im Internet die Augen nach Nachhaltigkeitsberichten oder Ähnlichem auf den jeweiligen Webseiten aufhalten. 

Übrigens: Recherchier doch mal, ob es Hersteller von Badprodukten in deiner Nähe gibt – dadurch kannst du dein Badzubehör regional beziehen und sparst nicht nur jede Menge Ressourcen ein, sondern hast auch immer einen verlässlichen Ansprechpartner in unmittelbarer Nähe. 

Langlebige Produkte schonen die Umwelt 

Nachhaltig ist ein Produkt übrigens auch, wenn es langlebig ist. Deshalb solltest du beim Bau oder bei der Ausstattung deines Badezimmers unbedingt Wert auf eine gute Qualität legen. Das kann zwar im ersten Moment teurer sein, gleicht sich aber durch die lange Lebensdauer über die Jahre hinweg wieder aus und lässt dich profitieren.  

Diesbezüglich solltest du dir auch Gedanken zu deinem generellen Bad-Look machen. Viele Trends wie z. B. bunte Armaturen oder farbige Fliesen sind oft schon nach wenigen Jahren out und hinterlassen Unzufriedenheit beim Badbesitzer. Setze also lieber auf eine zeitlose und schlichte Badausstattung, an der du dich auch in zehn oder zwanzig Jahren nicht sattsehen kannst. Das spart zum einen Nerven und Geld und zum anderen musst du keine neuen Ressourcen für einen aufwendigen Badumbau verschwenden, obwohl die alte Einrichtung noch tadellos funktioniert.

Ein weiterer Tipp: Mach dir heute schon Gedanken, wie dein Bad gestaltet sein sollte, wenn du älter bist. Durch ebenerdige Duschen oder verstellbare Toiletten, sorgst du schon jetzt für dein altersgerechtes Bad vor und ersparst dir nicht nur den erneuten Badumbau in einigen Jahren, sondern auch die Ressourcen.

Weitere Methoden, um dein Bad nachhaltig umzurüsten 

Vielleicht möchtest du auch gar nicht dein ganzes Badezimmer auf den Kopf stellen, sondern erst mal Schritt für Schritt ein paar Kleinigkeiten verändern, die auch schon eine große Wirkung haben können.

Wie wäre es z. B. damit, deinen Duschvorhang gegen eine feste Duschkabine aus Glas auszutauschen? Damit vermeidest du über die Jahre hinweg viel Plastikmüll und hygienischer ist es durch die glatte und leicht zu reinigende Oberfläche gleich dazu. 

Auch in Bezug auf deine Badezimmerbeleuchtung kannst du Wert auf Nachhaltigkeit legen. Egal ob an der Decke oder am Spiegel - durch LED-Lampen sparst du Strom. Zusätzlich sind LED-Lampen in der Regel wesentlich langlebiger als herkömmliche Glühbirnen und somit umweltschonender.

Das Thema Wasser darf im Badezimmer natürlich nicht fehlen. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um nachhaltig Wasser und Energie zu sparen. Durch Durchflussmengenregler für Wasserhähne oder wassersparende Duschköpfe kannst du im Handumdrehen und ohne, dass du es besonders bemerkst, Wasser sparen. Im gleichen Zug sparst du auch Energie ein, da deine Heizung weniger Brauchwasser erwärmen muss – dein Geldbeutel freut sich also auch. 

10 einfache und nachhaltige Alternativen für dein Badezimmer 

Auch bei deinem wöchentlichen Drogeriebesuch kannst du Wert auf Nachhaltigkeit legen: 

  1. Nachhaltige Pflegeprodukte 
    Lege Wert auf Produkte aus natürlichen und nachhaltigen Inhaltsstoffen, die am besten in wiederverwendbaren oder recycelbaren Dosen verpackt sind.
  2. Feste Seife 
    Flüssigseifen in der Plastikflasche sind out. Setze lieber auf feste Seife mit natürlichen Duftaromen. Diese benötigt nicht extra eine Verpackung aus Plastik.
  3. Holz- oder Bambuszahnbürsten 
    Zahnbürsten müssen regelmäßig gewechselt werden. Verwende lieber Holz- oder Bambuszahnbürsten, um den Plastikabfall durch gewöhnliche Zahnbürsten zu reduzieren.
  4. Naturschwämme
    Dusch- oder Peelingschwämme aus Plastik kennt jeder. Dabei gibt es ganz natürliche Alternativen zu der Plastikvariante. Ein Luffa-Schwamm zum Beispiel bringt den gleichen Effekt, ist aber natürlich und somit nachhaltiger.
  5. Ökologische Reinigungsmittel 
    Verzichte auf den Einkauf von schweren Chemiekeulen und setze auf die Reinigung mit Hausmitteln wie Essig oder Natron. 
  6. Wiederverwendbare Wattepads 
    Um dich abzuschminken, kannst du wunderbar waschbare Wattepads verwenden, die du nach Gebrauch waschen und immer wieder benutzen kannst.
  7. Recyclingpapier statt konventionellem Toilettenpapier
    Halte in der Drogerie nach recyceltem WC-Papier Ausschau. Dieses ist z. B. nicht gebleicht und damit umweltfreundlicher als die weiße Variante und wird aus Altpapier hergestellt. 
  8. Wattestäbchen mit Pappstiel 
    Für die Ohren dürfen es gerne Wattestäbchen mit Pappstiel statt dem herkömmlichen Plastikstiel sein.
  9. Rasierhobel statt Mehrweg- oder Einwegrasierer 
    Besonders Einmal- und Plastikrasierer erzeugen viel Abfall. Entscheide dich lieber für einen Rasierhobel aus Holz oder Edelstahl. Dort musst du lediglich regelmäßig die Klinge tauschen. 
  10. Nagel- und WC-Bürsten aus Holz 
    Ob Nagel- oder Klobürste - auch hier kannst du ganz einfach auf umweltfreundliche Holzvarianten umsteigen.

Nachhaltiges Badezimmer – Fazit 

Du siehst, auch für dein Badezimmer gibt es zahlreiche Möglichkeiten, der Natur etwas Gutes zu tun. Dabei ist es ganz egal, ob du einen großen oder einen kleinen Geldbeutel für dein Vorhaben zur Verfügung hast, denn wirklich jeder kann schon mit teilweise kleinen Handgriffen etwas für die Umwelt tun und dabei nachhaltig und mit gutem Gewissen baden.

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