Förderung für deine Badsanierung: So bekommst du finanzielle Unterstützung

Eine Badsanierung ist eine Investition in die Zukunft? Klar, denn im hohen Alter gilt vor allem das Badezimmer als Gefahrenzone: Wasserpfützen und andere Stolperfallen erhöhen das Verletzungsrisiko. Wie du dein Bad altersgerecht und barrierefrei umbauen kannst, weißt du bereits.

Erste Fördermöglichkeiten hast du dadurch auch schon kennengelernt. Du weißt, dass du für die Kosten der Sanierung oder des Umbaus deines Badezimmers nicht allein aufkommen musst.

In diesem Beitrag schauen wir uns die vielfältigen Fördermöglichkeiten gemeinsam genauer an und finden heraus, welche Förderung am besten zu dir passt.

Förderungen für altersgerechte und barrierefreie Bäder im Überblick

Es gibt einige Förderprogramme in Deutschland, die du für die Sanierung deines Badezimmers beantragen kannst. Dabei spielt es keine Rolle, ob du Haus- oder Wohnungsbesitzer bist.

Zuschüsse kannst du

  • bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW),
  • bei der Pflegekasse,
  • bei der Krankenkasse
  • und bei den Bundesländern erhalten.

Lass uns diese vier Möglichkeiten im Detail betrachten.

KfW-Förderprogramm 159: Altersgerecht Umbauen – Kredit

Damit du das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen kannst, musst du bei der Badsanierung ganz genau vorgehen und die DIN-Norm 18040-2 einhalten.

Diese sieht für Sanitärräume diverse Mindestanforderungen vor:

  • Dein Bad muss über eine Bewegungsfläche von 90 cm x 120 cm verfügen.
  • Die seitlichen Abstände zwischen den Sanitärobjekten dürfen nicht unter 25 cm liegen.
  • Türen müssen nach außen aufschlagen und von außen entriegelbar sein.
  • Duschplätze müssen niveaugleich sein und dürfen nur eine Absenkung von maximal 2 cm haben.

Für die Sanierung solltest du aber auch die DIN-Normen 18025-1 und 18025-2 berücksichtigen. Stelle deinen KfW-Antrag, bevor du mit der Sanierung oder den Umbaumaßnahmen beginnst.

Das Förderprogramm 159 der Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet dir einen zinsgünstigen Kredit. Du kannst bis zu 50.000 Euro ab einem Jahreszins von 0,78 % erhalten. Das Förderprogramm lässt sich nicht nur für Sanitärräume, sondern auch für alle anderen Bereiche in der Wohnung einsetzen, in denen Barrieren reduziert werden müssen. Das KfW-Förderprogramm kannst du für Veränderungen im Badezimmer wie eine neue Raumaufteilung, den Einbau einer bodengleichen Dusche oder eine Modernisierung der Sanitärobjekte in deinem Bad nutzen.

Wie erhältst du den Zuschuss von der Pflegekasse?

Du verfügst über eine Pflegestufe? Dann hast du über die Pflegekassen die Chance, einen Zuschuss für dein Sanierungsvorhaben zu bekommen.

Du erhältst bis zu 4.000 Euro. Die finanziellen Mittel kannst du für Sanierungs- und Umbaumaßnahmen nutzen, die Barrieren reduzieren oder beseitigen:

  • Einstiegshilfen für die Badewanne
  • barrierefreie und altersgerechte Duschen
  • höhenverstellbare Waschtische
  • höhenverstellbare WCs
  • Bodenbeläge mit einer rutschhemmenden Beschichtung.

Wie kannst du Unterstützung von der Krankenkasse anfordern?

Du musst nicht in einer Pflegekasse sein oder einen Antrag bei der KfW stellen, um finanzielle Unterstützung für dein Badsanierungsprojekt zu bekommen. Du kannst dich auch bei deiner Krankenkasse informieren.

Diese kann Kosten für Duschhocker, Haltegriffe (für Badewannen und Duschen) oder Wannenlifter übernehmen. Die finanziellen Mittel sichert dir die Krankenkasse nur dann zu, wenn die genannten Hilfsmittel von deinem Arzt verschrieben wurden. Das Rezept, das dir der Arzt ausstellt, muss vor Kostenübernahme bei der Kasse abgegeben werden.

Finanzielle Unterstützung von den Bundesländern bei der Badsanierung?

Auch von dem Bundesland, in dem du wohnst, kannst du finanzielle Fördermittel bekommen. Jedes Land bietet seine eigenen Fördermaßnahmen an.

Wenn du auf der Suche nach einer Übersicht bist, solltest du dazu beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorbeischauen. Das Bundesministerium bietet dir weiterführende Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen.

Vielleicht gibt es auch bei deiner Kommune ein passendes Förderprogramm für dich. Erkundige dich bei deinem örtlichen Amt und frage nach, ob derartige Programme auf kommunaler Ebene existieren.

Hinweis: Auch bei den Förderprogrammen der Bundesländer und der Kommunen musst du die zuvor genannten DIN-Normen beachten.

Bonustipp: Zuschüsse von Stiftungen und Sozialhilfeträgern

Um einen Zuschuss von einer Stiftung zu erhalten, musst du dich bei der Sanierung nicht an die DIN-Normen halten. Diesen Einrichtungen geht es vielmehr um den jeweiligen und notwendigen Bedarf.

Versuche bei deinen Recherchen herauszufinden, ob die jeweilige Stiftung dein Sanierungsvorhaben fördert oder nur ein bestimmter Kreis von Personen mit dem Angebot angesprochen wird. Eine Beratungsstelle wird sich den Umbau anschauen und ein Gutachten ausstellen. Damit wird entschieden, ob dein Vorhaben gefördert wird oder nicht.

Wer Arbeitslosengeld oder eine Grundsicherung bekommt, kann beim Jobcenter oder Amt für soziale Leistungen ein Gesuch auf einen altersgerechten und behindertengerechten Umbau stellen. Schriftliche Kostenvoranschläge müssen vorgelegt werden. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts vergewissert sich, dass keine andere Wohnung, die die genannten Bedingungen erfüllt, zur freien Verfügung steht und der Bedarf wirklich benötigt wird.

Fördermittel für deine Badsanierung? Es lohnt sich!

Du siehst: Dir stehen viele Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Du musst den finanziellen Aspekt deiner Badsanierung nicht allein auf dich nehmen. Mit ein wenig Recherche und Geduld findest du das für dich passende Förderprogramm.

Achte bei der Antragsstellung auf die Anforderungen der Fördergeldgeber. Wende dich bei Fragen an Experten – das können auch die Fachmänner und -frauen sein, die dich bei der Badplanung unterstützen.

zurück zur Übersicht