Badsanierung: Schritt für Schritt zum neuen Badezimmer

Das Badezimmer – Eine Oase der Entspannung! Was aber, wenn dein Badezimmer weniger zum Entspannen und mehr zum Weglaufen einlädt? Wenn dein Badezimmer deinen eigenen Vorstellungen nicht mehr entspricht, Sanitäranlagen in die Jahre gekommen oder du einfach Lust auf eine Veränderung hast, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Badsanierung ganz weit oben auf deiner To-do-Liste.

Ein Vorhaben, das je nach persönlichen Vorstellungen und den existierenden Gegebenheiten nicht nur komplex, sondern auch sehr preisintensiv sein kann – Doch mit einer guten Planung kannst du dir viele Kosten und auch Nerven sparen. Wir zeigen dir, wie!

Damit die Badsanierung reibungslos abläuft, solltest du dir bereits vor Beginn der Sanierungsarbeiten überlegen, wie dein Traumbadezimmer aussehen soll. Eine genaue Vorstellung oder Vision macht es dir später leichter, die notwendigen Materialien zu besorgen und / oder die passenden Handwerker sowie Spezialisten zu beauftragen. Worauf es dabei ankommt und welche Schritte du durchlaufen musst, erfährst du jetzt.

Welche Aufgaben kannst du übernehmen? Welche Tätigkeiten überträgst du dem Handwerker?

Einige Aufgaben wirst du mit Sicherheit den Handwerkern überlassen müssen, denn die Arbeiten an einem Bad können sehr anspruchsvoll sein. Überlege dir also vorab, welche Schritte du übernehmen kannst und an welchen Stellen du Hilfe benötigst. Handwerker können dich diesbezüglich, z. B. beim Trocken- oder Heizungsbau, Fliesenlegen, bei Sanitärinstallationen oder anderen elektrischen Installationen unterstützen.

Du kannst jeden Handwerker einzeln beauftragen oder direkt eine Firma anfragen, die sich auf Badsanierungen spezialisiert hat. Diese Unternehmen stellen dir dann alle notwendigen Fachmänner und -frauen für dein Traumbadprojekt zur Verfügung.

Bevor es mit der Sanierung losgehen kann, solltest du aber erst noch einen Plan aufstellen, um dich, aber auch die Handwerker, organisiert und fokussiert durch das Vorhaben zu leiten.

1. Schritt: Berücksichtige bei der Planung so viele Details wie möglich

Wenn du deine Badsanierung sehr genau planst, werden dir bei der Sanierung deutlich weniger Herausforderungen begegnen. Durch eine maßstabsgetreue Zeichnung deines Badezimmers lassen sich nicht nur viele Schritte leichter in Angriff nehmen; sie hilft dir zusätzlich dabei, genau zu wissen, wofür du später Platz haben wirst.

In deiner Skizze kannst du Fenster, Heizkörper und Türen sowie Strom- und Wasserleitungen einzeichnen. Bedenke für die spätere Planung, dass Leitungen für die Wasserzufuhr leicht zu verlegen sind im Gegensatz zu Abwasserleitungen, die in den meisten Fällen kaum oder gar nicht umzuverlegen sind. Ist der Grundriss fertig, kannst du damit beginnen, festzulegen, wo Badewanne, Dusche, WC und Waschtisch später platziert werden sollen – jetzt kann es losgehen!

2. Schritt: Rohbauarbeiten im Badezimmer durchführen

Als erstes steht die Entkernung an, was bedeutet, dass alle Gegenstände, die du aus dem alten Bad nicht übernehmen willst, entfernt werden müssen. Wenn du ein erfahrener Heimwerker bist, kannst du diesen Schritt auf jeden Fall selbst übernehmen – alle anderen können dabei aber auch auf einen erfahrenen Handwerker setzen.

Neben der Keramik, der vorhandenen Sanitäreinrichtung, werden auch Armaturen und Fliesen entfernt. Ist das erledigt, muss der Fliesenkleber von den Wänden gelöst werden, damit die neuen Fliesen auf eine saubere Fläche geklebt werden können und somit optimalen Halt haben.

Jetzt geht es dem Boden und den Wänden an den Kragen. Eventuell möchtest du eine Fußbodenheizung im Bad? Dann erkundige dich bei deinem Handwerker, ob im Falle deines Bades ein neuer Estrichboden von Nöten ist. Außerdem müssen die Decke und die Wände zum Abschluss der Rohbau- und Verlegearbeiten neu verputzt werden. Gibt es Flächen in deinem Bad, die du nicht mit Fliesen bedecken willst? Dann ist es wichtig, diese Bereiche zu kennzeichnen und zu berechnen, um sie unter anderem bei deiner Fliesenbestellung zu beachten.

Ein kleiner Wermutstropfen: Diese Arbeiten werden eine Menge Dreck und Staub machen – nachdem du dein Badezimmer jetzt aber von Bauschutt und Überresten befreit hast, kommen definitiv die schöneren Aufgaben. Also Augen zu und durch!

3. Schritt: Überprüfe die Anschlüsse für Strom und die Leitungen für das Wasser

Vergewissere dich, dass die Wasserleitungen in deinem Badezimmer in einem guten Zustand sind. So kannst du Wasserschäden und damit verbundene Reparaturen zukünftig vermeiden. Du entdeckst beim Check alte Rohre, die vielleicht auch aus Blei bestehen? Dann solltest du Ersatz besorgen. Denn Bleirohre können deine Gesundheit gefährden.

Arbeiten an Elektrik sind immer mit einem hohen Verletzungsrisiko verbunden. Verzichte darauf, selbst Hand anzulegen und lass lieber einen Profi ran. Elektriker kümmern sich um die Ausleuchtung deines Badezimmers und helfen dir beim Anbringen der Steckdosen.

4. Schritt: Installiere Vorwandelemente, um Leitungen abzudecken

Bei Vorwandelementen handelt es sich um eine moderne Vorgehensweise, um Leitungen für Strom und Wasser zu verstecken. Früher wurden diese in der Wand versteckt – Schlitze klopfen und eine Menge Staub waren damit verbunden. Heutzutage werden Strom- und Wasserleitungen vor der eigentlichen Wand verlegt, indem ein Metallständerwerk vor Wand und Boden montiert wird. Dadurch verschwinden Rohre und alle sonstigen Leitungen im Handumdrehen!

Ein weiterer Vorteil: Waschbecken oder hängende WCs lassen sich leicht am Vorwandelement montieren und ebenso leicht austauschen. Und was passiert mit dem WC-Spülkasten? Auch dieser verschwindet heutzutage ganz einfach hinter dem Vorwandelement.

6. Schritt: Verkleide Badezimmerböden und -wände mit Fliesen

Früher war es üblich, das gesamte Badezimmer mit Fliesen zu versehen. Siehst du dir heute moderne Bäder an, stellst du fest, dass oft nur die Bereiche rund um Badewanne, Dusche, WC und Waschbecken mit Fliesen verkleidet sind.

Bei der Besichtigung der ein oder anderen Bad- und Fliesenausstellung, ist dir vielleicht aufgefallen, dass es heutzutage nicht nur klassisch geflieste Böden gibt. Das heißt aber noch lange nicht, dass Fliesen aus der Mode gekommen sind – es gibt inzwischen einfach nur zahlreiche Alternativen wie PVC-Böden oder Fertigparkette, die oft andere Eigenschaften haben oder schlicht kostengünstiger sind. Die Entscheidung liegt dabei ganz bei dir und deinen Bedürfnissen.

7. Schritt: Kümmere dich um die Montage von Badewanne oder Dusche

Bei der Wahl von Badewanne und/oder Dusche stehst du vor einer Vielzahl von Modellen und Gestaltungsmöglichkeiten.

In vielen modernen Bädern sind ebenerdige oder begehbare Duschen mittlerweile die Regel. Badewannen können heute oft frei im Badezimmer stehen oder befinden sich klassisch an der Wand.

Die Installation von Badewanne und Dusche kann abhängig von Modell und Umgebungsanforderungen komplex oder relativ einfach sein. Wenn du gerne Kosten einsparen möchtest, kannst du die Duschkabine für deine Dusche natürlich auch selbst einbauen. Dafür haben wir dir eine Schritt für Schritt Anleitung erstellt.

Es gibt einige Modelle, die geübte Heimwerker aber auch Anfänger mit wenigen Handgriffen einfach und schnell selber montieren können. Schau dir dazu gerne unsere Duschkabinen zum Selbsteinbau an und lass dich inspirieren. 

8. Schritt: Dichte die Fugen in deinem Badezimmer mit Silikon ab

Wir nähern uns der Fertigstellung! Nachdem nun alles eingebaut ist, stellst du mit der Abdichtung der Fugen noch sicher, dass Wasser nur dort hinkommt, wo es hinsoll und beugst gleichzeitig Schimmelproblemen vor. Für die Bereiche rund um die Badewanne, Dusche, Waschbecken und Toilette ist es ratsam, Silikone zu verwenden, die speziell für diese Badezimmerareale entwickelt wurden. Mit dem richtigen Silikonprodukt klappt die Abdichtung meist problemlos.

Badsanierung: Auf eine gute Planung und Vorbereitung kommt es an

Wie du siehst, musst du einige Schritte absolvieren, um an dein Traumbad zu gelangen. Doch, wenn du dich gut vorbereitest, einen detaillierten Plan und die passenden Handwerker an deiner Seite hast, hast du die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Badsanierung bereits erfüllt. Wir wünschen dir viel Erfolg und Freude mit dem neuen Bad!

Wenn du darüber hinaus erfahren möchtest, wie man eine Duschkabine selbst einbaut, ob sich dies kostentechnisch lohnt und was es dabei zu beachten gilt, lade dir gerne unseren Ratgeber herunter:

DOWNLOAD:  RATGEBER DUSCHKABINENMONTAGE

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